Dienstag, 8. November 2016

One day, baby, we'll be old



Kennst du diesen Remix von Asaf Avidan?

"One day, baby, we'll be old, and think of all the stories that we could have told.
"Eines Tages, Baby, werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können." 



 
Heute will ich über ein Thema schreiben, über das ich schon oft nachgedacht habe. Immer wieder sehe ich die Leute um mich herum und sie erinnern mich daran.

Wir gehen in die Arbeit, Schule. Wir machen unsere Hausaufgaben, wir leben vor uns hin, als ob wir ewig Zeit hätten, Abenteuer zu erleben und einfach nur wir zu sein. Wir beschäftigen uns lieber mit dem Leben von anderen, egal ob in Büchern oder im Internet, statt mit uns selbst.

Aber was bringen uns die schönen Geschichten, die andere erzählen, wenn wir sie doch selbst erlebt haben könnten? Warum hören wir den ganzen Tag Musik, statt selbst welche zu machen? Warum schauen wir Filme über Leute, die Abenteuer erleben, statt uns selbst auf den Weg zu machen.

Wenn wir aber alt sind, werden wir unser langweiliges Leben bereuen, wir werden das alles nicht mehr nachholen können. Traurig, oder? Wenn wir gestorben sind, wird die Geschichte weitergehen - ohne uns.

Unsere Kinder werden wieder Kinder bekommen, die uns an unseren Gräbern besuchen kommen. Wir werden nicht mehr da sein. Bis jetzt hat es noch niemand geschafft, im Tod Steine ins Rollen zu bringen oder sonstwie etwas auszurichten.  

Denn nach ein paar Jahrzehnten werden wir verschwunden sein - wie Staub, der nach und nach vom Wind weggetragen worden ist.

Kennst du das, wenn du am Abend nicht einschlafen kannst, weil du von einer inneren Unruhe wach gehalten wirst, die dir das Gefühl gibt, dass du etwas verpasst hast. Also, ich kenne das.

Wenn wir glücklich sein wollen, reicht es nicht, unsere Aufgaben zu erledigen und Wissen anzuhäufen, das wir aus den Worten anderer gesogen haben, wir müssen unsere eigenen Ängste und Grenzen überwinden!

Wir dürfen nicht faul herumliegen und sehen, was so kommt. Wir müssen uns unser Leben gestalten, statt tatenlos zu sehen wie die Zeit verrinnt. Wir dürfen keine Angst haben, Fehler zu machen!

Damit wir im Sterben glücklich unsere Augen schließen können, in dem Wissen, dass das Leben ein Abenteuer ist und wir es ausgekostet haben, dass wir es gelebt haben - wie ein Geschenk.





1 Kommentar:

  1. Ah! Schön das mal wieder zu hören. Danke für's erinnern.

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