Samstag, 3. Juni 2017

10 Denkfehler, die man sich sparen kann (Teil 2)

 

Die Regression zu Mitte

Stell dir vor, du hast eine schwere Prüfung vor dir und in der letzten Prüfung in diesem Bereich hast du sehr schlecht abgeschnitten. Deshalb nimmst du dir einen Talisman mit, in der Hoffnung, er könne dir helfen. Und juhu - dein Plan geht auf, du bekommst eine bessere Note als vorher. Der Glücksbringer hat also geholfen! Ein Wunder!

Leider funktioniert das nicht so einfach. Viele Leute werden Opfer dieses Denkfehlers. Auch wenn du zum Beispiel beim Sprinten deinen Rekord brichst (weil du davor deinen Lieblingskaugummi gekaut hast), wirst du beim nächsten Mal höchstwahrscheinlich trotzdem langsamer sein. Das liegt an der Regression zur Mitte. "Sehr gut" oder "Sehr schlecht" sind schwer zu über- oder unterbieten. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass du nach einem sehr großen Erfolg das nächste Mal noch besser bist, sehr gering. Eher wird sich deine Leistung durchschnittlich halten.

 Diese Regression zur Mitte gilt für...
  • chronische Schmerzen
  • Börsenleistungen
  • Prüfungsnoten
  • berufliche Erfolge
  • deine Laune
  • Glück in der Liebe
und
  • Golf-Handicaps 



Social Loafing (soziales Faulenzen)

Ein Mann namens Maximilian Ringelmann machte einmal ein Experiment. Er spannte erst ein Pferd und später zwei vor eine Kutsche. Dabei war das Gefährt bei zwei Tieren nicht schneller. Nach dieser Entdeckung, versuchte Herr Ringelmann dasselbe mit Menschen, die ein Tau ziehen sollten. Je mehr Leute es waren, desto weniger Kraft brachte jeder einzelne auf.

Das liegt daran, dass man automatisch fauler wird, wenn man in Gruppen arbeitet, weil deine Leistung dann mit der der anderen verschmilzt. Das ist sehr kontraproduktiv, wenn man zum Beispiel eine wichtige Diskussion in Gruppen führt. Dort kann es auch sein, dass riskantere Entscheidungen getroffen werden, da ja dann niemand konkret schuld ist, falls etwas passiert. Das nennt man dann Risky Shift.

Wenn du in Gruppen arbeitest, solltest du also trotzdem versuchen, so viel wie möglich zu leisten, sonst ist das Ergebnis dann sehr wahrscheinlich unzufrieden stellend. 


Sind dir auch schon einmal derartige Denkfehler unterlaufen? Ich falle vor allem oft dem Social Loafing zum Opfer :(  

Ich wünsche dir schöne Pfingstferien!

=> Teil 1, Teil 3


Meine Quelle ist das Buch "DIE KUNST DES DENKENS 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen" von Rolf Dobelli, erschienen im dtv-Verlag

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