4 Tipps für unsichere und schüchterne Menschen

Wenn du diesen Post geöffnet hast bist du wahrscheinlich ein unsicherer oder schüchterner Mensch oder sogar beides; meist folgt das eine auf das andere. Oder du interessierst dich einfach, aus welchen Gründen auch immer, für dieses Thema. 

Wenn ersteres der Fall ist, dann solltest du zuerst wissen, dass jeder seine Eigenschaften hat, die einen in schwierige Situationen bringen und trotzdem muss man mit jeder dieser Eigenschaften leben und versuchen, über sie hinwegzusehen. Man darf sich von so etwas nicht aufhalten lassen!

Was du auf jeden Fall machen musst ist, zu verbessern, was dir an dir nicht passt. Wenn du mit dir unzufrieden bist, mit deiner Schüchternheit oder sonst irgendetwas, bringt es nichts, sich in Selbstmitleid zu suhlen. Heul, warum bin ich so geboren worden; ich habe so die Arschkarte gezogen!

Diese Denkweise ist dumm, denn man kann immer etwas verbessern und wenn du Fehler schon einmal erkennst, dann versuche sie so weit wie möglich einzudämmen. Bei schüchternen Menschen ist es oft so, dass sie sich in ihre Welt zurückziehen und wenige neue Leute kennenlernen, obwohl sie das eigentlich bräuchten. 

Unsichere Personen haben oft wenig Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Dadurch wirken sie meist auch auf andere unzuverlässig, weil sie sich durch ihr zurückhaltendes Verhalten selbst schlecht machen, obwohl sie es wahrscheinlich gar nicht sind.

Hier kommen die Tipps:

"Unsichere" Worte reduzieren

"Ich glaube...", "Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein..." Diese Satzanfänge sollten aus deinen Aussagen verschwinden. Sie lassen dich unheimlich unsicher wirken. Ich kenne das auch; wenn ich im Unterricht auf die Frage eines Lehrers antworten möchte, aber nicht wie ein Idiot dastehen will, falls meine Antwort falsch ist, sage ich oft: "Ich glaube, bin mir aber nicht sicher, dass..." Vielleicht merkst du es schon, das klingt fürchterlich. Eine Mathelehrerin hat einmal gesagt: "Lieber etwas Falsches mit voller Überzeugung rausbrüllen, als sowas."

Auch "Ich bringe die Unterlagen morgen wieder mit, aber kopieren Sie sie davor lieber, falls ich sie vergesse.", "Ich weiß nicht, ob ich auf Ihr Kind aufpassen kann; wenn etwas passiert..." oder "Du solltest mir das besser nicht anvertrauen. Ich bin so schluderig." ersticken jede Art von Selbstbewusstsein im Keim. Man merkt, dass du dir selbst nicht vertraust und so vertrauen dir andere auch nicht. Du machst dich so nur unnötig schlecht.

Anderen in die Augen schauen

Kennst du das, wenn du einer fremden oder dir nicht ganz so bekannten Person zur Begrüßung die Hand schüttelst und dabei schüchtern lächelst nur, um dann wieder auf den Boden zu gucken? Überall hin, nur nicht ins Gesicht. Auch das musst du schleunigst ändern, denn den meisten Menschen ist es wichtig, dass man bei Gesprächen oder Begrüßungen Blickkontakt hält. Es ist schwer sich das anzugewöhnen, aber mit viel Ehrgeiz wirst du auch das schaffen.

Aufrechte Körperhaltung

Dieser Tipp gilt für dein Auftreten und für deine Gesundheit. Ein krummer Rücken sowie eingezogene Schultern sind für beides nicht zuträglich. Ich kenne viele Leute, die versuchen sich auf diese Weise zu verstecken. Also, Kopf hoch, Brust raus und Schultern zurück, falls dir bei dir schon eine zusammengesunkene Körperhaltung aufgefallen ist, denn das wirkt so, als wärst du in deiner eigenen kleinen Welt und wolltest niemanden an dich heranlassen. Übertreibe es aber nicht, sonst wirkt das schon wieder arrogant.

Laut und deutlich sprechen

Schaue deinem Gegenüber in die Augen, wenn er mit dir spricht, und spreche laut und deutlich; er soll dich schließlich verstehen können. Unsicheren Menschen ist es oft unangenehm vor vielen Menschen zu reden, dann neigen sie dazu zu flüstern.


Ich hoffe diese Tipps konnten dir helfen! Wenn du sehr schüchtern und unsicher bist, wird es dir am Anfang schwerfallen, sie zu befolgen, aber man kann es schließlich versuchen. Das Gute ist, dass man sich Selbstbewusstsein antrainieren kann, wenn man sich nur genug Mühe macht. Falls du Probleme mit deiner Unsicherheit hast, schreibe es in die Kommentare. Vielleicht kann ich dir helfen!

Kommentare

  1. Wertvolles Tipps, vor allem der von deiner ehem. Lehrerin.
    Bei der (Menschen-)Scheu [Schüchternheit] gibt es allerdings mind. 3 Randgruppen, die aus dem Cluster rausfallen: a) sog. dyssemia'nsche Menschentypen (Wortmorphen aus dem Griech. von dys und semia [...]), b) Camäleons, die sich emotional nicht in die soz. Struktur einpassen (wollen/können) und evtl. c) Asperger-Autisten. Bei der letzten Gruppe empfehle ich eine dunkle Sonnenbrille, die kann einen Augenkontakt simmulieren.
    Was ich damit sagen wollte: Nicht jeder, der einen schüchternen oder unsicheren ersten Eindruck hinterlässt, ist gleichsam automatisch dies.

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    1. Was sind dyssemia'sche Menschentypen? Ich habe gegoogelt, aber nichts gefunden. Diese "Camäleons" kenne ich auch. Ich empfehle ihnen, sich mit der sozialen Struktur auseinanderzusetzen und mehr über sie zu erfahren; so kann man sie leichter verstehen. Oft sind diese Leute, denke ich, auch sehr introvertiert. Ich habe das Gefühl, sie brauchen gar nicht so viele Menschen um sich herum. Sie können sich an Menschen halten, die ihnen ähnlich sind, denn man muss sich schließlich nicht immer an alle anpassen. Von dem Asperger-Syndrom habe ich ebenfalls schon gehört. Den Leuten mit diesem Syndrom kann ich mit meinen Tipps wirklich nicht gut helfen; sie sollten sich professionelle Hilfe nehmen.

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  2. Ich hab auch gegooglet, und nur einen brauchbaren Eintrag in der engl. Wikipedia gefunden:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Dyssemia
    Bei "NeuroUntypischen" (Asperger-Autisten) gibt es oft nur wenig gleiche Nenner. Ich denke zu glauben (...), ein "Neurotypischer" kann da wenig helfen, andersherum wird vielleicht ein Schuh draus, denn es hilft sicherlich fürs eigene Spektrum, in ein anderes einzutauchen, unabhängig wie man es benennt. 8-)

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