Warum Introvertierte keine Partys mögen



Ich bin intovertiert, zumindest ein bisschen. Manchmal fühle ich mich deshalb auf Partys ziemlich unwohl; Vor allem, wenn ich selbst eine veranstalte ist das für mich Stress pur.  Introvertierte haben zahlreiche Eigenschaften, die die Faktoren für diese "Phobie" sind. Das Wort "intovertiert" stammt aus dem Lateinischen von "intro" (=hinein) und "vertere" (=sich richten, wenden).

Diese in sich gekehrten Menschen werden es schneller müde unter vielen Leuten zu sein. Das liegt daran, dass der Großteil ihres Lebens im Kopf stattfindet und sie sich sehr viele Gedanken machen. Auf Partys sind die äußeren Einflüsse sehr stark und aufeinandergehäuft, sodass der Introvertierte überfordert ist, der seine Konzentration vielleicht sogar auf mehrere Gesprächspartner gleichzeitig richten muss.

Für nach innen gekehrte Personen ist es am angenehmsten, nur im kleinen Kreis ein Gespräch zu führen; also mit ungefähr 1-3 Personen. Auf diese können sie dann ihre gesamte Konzentration richten. Doch auf einer Party lassen sich die Gesprächspartner meist sehr leicht ablenken, weil sie eine Unterhaltung mit dem Introvertierten meist nicht für fesselnd genug zu halten scheinen, wobei sich ein weiteres Problem auftut.

Nach innen gewandte Menschen hassen Smalltalk und sind für gewöhnlich auch nicht besonders gut darin. Der Grund dafür ist -so geht es mir auf jeden Fall-, dass ich Smalltalk für oberflächlich, sinnlos und obendrein noch langweilig halte. Natürlich können mich Sensationen beeindrucken, aber das restliche unbedarfte Gelaber interessiert mich nicht. Ansprechender finde ich tiefgründige Gespräche, bei denen man diskutieren kann und die am besten noch meinem Fachgebiet entsprechen.

Für Extrovertierte ist es oft schwer, sich mit Introvertierten zu unterhalten, weil sie sich eher locker und oberflächlich reden (was nicht heißt, dass sie nicht auch in die Tiefe gehen können), aber Introvertierte haben kein Interesse an Klatsch, solange er nicht weiter erforschenswert ist, weshalb sie möglicherweise gar keinen parat haben. 

Deshalb können sie sich auch schwer in einer Gruppe behaupten  und deren Aufmerksamkeit auf sich ziehen und weil sie zusätzlich auch nicht die offene/einladende Mimik und Gestik eines Extrovertierten haben, der alle Blicke auf sich zieht.

Vor allem Partys, die der Introvertierte selbst veranstaltet, können unangenehm werden, da er sich die ganze Zeit ausmahlt, was alles schiefgehen könnte, und sich Sorgen macht, die Gäste könnten sich nicht wohl fühlen  (viele Gedanken, die nur unnötig Stress verursachen, aber halt leider da sind. Es könnte ja sein...)

Außerdem denkt er sich auch ständig, was er sinnvolles tun könnte, wenn die Gäste nicht da wären - vielleicht ein gutes Buch lesen oder ähnliches -, weil in sich gekehrte Menschen am liebsten mit sich selbst beschäftigen; ihnen ist es wichtig, sich selbst zu entfalten. Man sehnt sich das Alleinsein geradezu herbei.

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