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Über das Gefühl vom Retten und gerettet werden

Stell dir vor, du liegst alleine in den Bergen. Du hast dir irgendetwas gebrochen, vielleicht die Rippen; auf jeden Fall fährt der Schmerz pochend durch deinen Körper. Es ist Winter, die Skier an den Beinen scheinen dich nach unten zu ziehen und deine Finger sind so kalt, dass du sie schon nicht mehr spürst.

Weinen ist zu schmerzhaft, trotzdem würdest du es gerne tun, weil du schon seit du losgefahren bist keinen einzigen Menschen mehr gesehen hast. Du weißt, dass du deine Augen nicht schließen darfst, denn es könnte für immer sein, so schwach, wie du gerade bist. Doch einschlafen wäre so schön. Alles tut so weh.

Der Gedanke, alleine zu sterben, ist bitter. Du hast noch so viel vor, das Leben ist doch so schön. Der Tod macht ein Lebewesen zu einem Gegenstand, der nichts mehr erleben und fühlen, denken oder tun kann. Du wirst steif gefroren auf dem Abhang liegen und alle werden weinen, wegen der Erinnerungen, die sie nicht mehr mit dir teilen können. Dir ist kalt, alles tut weh.

Schließlich schließt du die Augen doch und das letzte, was du mitbekommst ist, dass Hände dich packen und auf eine Bahre heben. Das Leben ist doch noch nicht vorbei! Die Tränen, die dir jetzt über das Gesicht laufen, sind die wärmsten, die du je geweint hast. Du wirst mit Liebe angefüllt, bereit, sie zu geben. Dankbarkeit

Dankbarkeit Dankbarkeit Dankbarkeit Dankbarkeit Wärme Nähe  Weinen vor Freude


Ich würde das gerne einmal erleben - gerettet werden. Kannst du dir vorstellen, wie wunderbar das sein muss? 

Oder jemanden retten, am besten sein Leben - das steht auf meiner Liste von Dingen, die ich mir wünsche zu tun, weil Dankbarkeit eines Gefühle ist, die einen so unendlich glücklich machen. Es gibt zwar auch Menschen, denen es den Schlaf raubt, jemandem etwas zu schulden, doch deren Denkweise ist falsch - zumindest in dem Sinne -, denn Zivilcourage sollte nicht etwas sein, das man hin und her schiebt wie Geld; sie ist ein Lebensgefühl.

Schreibe in die Kommentare, wie du darüber denkst. Du kannst gar nicht glauben, wie sehr man sich freut, wenn man erfährt, dass sich jemand für deine Meinung und deine Gedanken interessiert und ich merke das nur, wenn du in den Kommentaren darüber schreibst :)  Danke!

Kommentare

  1. Ich habe nach dem Lesen soeben einige Minuten in Erinnerungen geschwelgt, und dabei tatsächlich festgestellt, dass ich schon einmal einem Geschöpf auf Erden das Leben rettete. Ich danke für die Inspiration. Gut möglich, dass ich darüber einmal selbst etwas aufsetzen werde.

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    1. Als ich kleiner war rettete ich öfters ertrinkende Insekten aus unserem Teich, weil ich dachte, sie wären mir dann dankbar. Noch heute frage ich mich, ob solch ein Tier sich erleichtert fühlt, wenn es weiß, dass es doch nicht stirbt. Denkt es "Puh, da hab' ich grad noch rechtzeitig einen Grashalm zu fassen gekriegt!" oder ist es völlig ungerührt?

      PS: Auch heute halte ich Insekten, die im Wasser schwimmen, einen Stock oder ähnliches hin, damit sie sich daran festhalten können - einfach, weil mich das glücklich macht.

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